evangelisch läuft

Am 12.Mai war es wieder soweit -  der 22. HBV CityLauf 2017 fand statt. Anlässlich des Reformationsjubiläums nahm diesmal erstmals eine Mannschaft des Dekanats mit großem Erfolg teil. Erkennbar für alle startete unser Team in lila T Shirts unter dem Motto „Evangelisch läuft!“

Reformationsjubiläum in Aschaffenburg

Vor Jahren schaffte er es sogar auf Platz 2 der Besten Deutschen. Der Reformator Martin Luther. Im Jahr 2017 ist sein berühmter Thesenanschlag am 31. 10. Feiertag in ganz Deutschland. Zweifellos also ein Mann, der Geschichte schrieb. 500 Jahre nach den Hammerschlägen von Wittenberg kann man freilich auch kritisch zurückfragen: Was hat eine Persönlichkeit des ausgehenden Mittelalters Menschen von heute noch zu sagen? Die Antwort fiele gewiss schwer, wenn wir eine Luther-Heldenverehrung zelebrierten. Und so geht es im Jubiläumsjahr 2017 nicht allein um den Reformator aus Wittenberg, sondern um die geistesgeschichtlichen und religiösen Aufbrüche, die mit seinem Namen verbunden sind und die bis heute unser Zusammenleben maßgeblich prägen. Ob es die Freiheit des Gewissens ist oder die Kritik an politischer Machtfülle, ob es um die Rolle der Geschlechter zueinander geht oder um die Bedeutung von Religion für das friedliche Zusammenleben: Ohne Luther und die anderen Reformatoren wie Calvin, Melanchthon oder John Wesley sähe Europa heute völlig anders aus.

Der Bedeutung der Reformation für unser Leben heute nachzuspüren, Geschichte begreifbar zu machen und die Vielfalt der Konfessionen nicht als Bedrohung sondern zuerst als ökumenische Chance anzusehen – das sind die Ziele der Veranstaltungen dieses Programmheftes.

Klicken Sie einfach auf das Heft und schauen Sie, welch abwechslungsreiches, spannendes Programm herausgekommen ist.

Ich freue mich, Sie zu den Veranstaltungen des Reformationsjubiläums herzlich einladen zu dürfen.

Rudi Rupp, Dekan

Nimm dir die Frische

Kreuzwort vom 01.07.2017

Frisches Wasser ist etwas Herrliches! Wenn ich vor einem sprudelnden Brunnen stehe, spüre ich die Lebendigkeit der Tropfen auf meiner Haut. Wenn ich die Hände in die Brunnenschale eintauche, fühle ich, wie es an den Fingern prickelt. Und wenn ich durstig bin und von dem Wasser trinke, welch unbeschreiblicher Genuss ist das! - Erfrischung für die Kehle, „Labsal für die Seele“. Einfach herrlich! 

Erfrischung brauche ich immer wieder auf meinem Weg durch den trockenen Alltag. Wo gibt es sie? Was könnten solche Brunnen oder Quellen im Alltag sein?

Vielleicht ist es eine Pause von 5 Minuten mitten im Getriebe des Tages, ein Cappucino mit Sahnehäubchen oder ein kühles Glas Multivitaminsaft, bewusst genossen als köstliche Gaben des Schöpfers. Es kann auch ein Schwimmbadbesuch sein mit Whirlpool und Unterwassermassage; ein 10 Minuten-Nickerchen auf dem Kanapee, ein Ausstrecken bei schöner Musik während die Arbeit einen Moment lang ruht. Pausen sind Geschenke des Schöpfers.

Es könnte auch ein Anruf sein bei einem Menschen, dessen Unkompliziertheit und Fröhlichkeit mir gut tun; ein Konzert, ein Theaterbesuch, ein Stadtbummel mit lieben Menschen... Bewusste kleine Höhepunkte in der Woche sind wie Brunnen auf dem Weg.

Es kann auch die Bereitschaft sein, loszulassen, dass ich mir Hilfe hole mitten in der Beanspruchung in der ich stehe; dass ich einen Menschen bitte, vielleicht einen Tag lang nur oder ein Wochenende mir die Kinder abzunehmen oder die zu pflegende Oma. Es kann ein tiefes Gespräch sein, in dem ich einem anderen Menschen oder einem Seelsorger meine Last ablade und vor Gott ausbreite. Es kann auch eine bewusst gestaltete und reservierte Zeit des Gebetes sein. Stille Zeit für das Gebet ist wie eine Quelle am Wanderweg, eine für Gott reservierte Zeit, und wenn es nur 5 oder 10 Minuten täglich sind, es tut einfach gut. - Eine Quelle auf dem Weg ist auch der sonntägliche Gottesdienst. Der lebendige Gott dient uns in Wort und Sakrament. Durch die Gemeinschaft mit Gott und untereinander werden wir gestärkt für den Weg durch die Woche. Der Psalmbeter von Psalm 36 (Vers 10) hat erkannt: „Bei Dir, Herr, ist die Quelle des Lebens.“ Gott, der Schöpfer will nicht die Erschöpfung seiner Geschöpfe, sondern das Leben! Darum schafft er Quellen, daraus wir schöpfen können.

Pfr. Bernd Töpfer, Evang.-Luth. Kirchengemeinde Marktheidenfeld

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