Kirchgeld 2016

Aufgrund eines Fehlers im Computerprogramm ist es im System leider zu einem unangenehmen Fehler bei den Kirchgeldanschreiben gekommen. Der Fehler, welcher bayernweit aufgetreten ist,  betrifft Personen, die in eine andere Kirchengemeinde umgepfarrt wurden.

Das System hat die abweichende Kirchengemeindenummer nicht akzeptiert, so dass die umgepfarrten Personen einen Kirchgeldbescheid ihres tatsächlichen Wohnortes und der dafür zuständigen Kirchengemeinde erhalten haben. Das ist leider sehr ärgerlich und tut uns leid.

Wenn Sie zu diesem Personenkreis gehören, melden Sie sich bitte bei der Kirchengemeinde zu der sie umgepfarrt wurden. Ihre Wunschgemeinde wird Ihnen gerne weiterhelfen und die korrekten Kirchgeldkontonummern aushändigen.

Grenzen überwinden

Kreuzwort vom 10.09.2016

Anfang August konnten alle Sportbegeisterten sich die Nächte vor dem Fernseher um die Ohren schlagen, sämtliche Wettkämpfe der Olympischen Spiele aus Rio de Janeiro verfolgen und sich über zahlreiche Erfolge freuen. Seit Mitte dieser Woche ist es schon wieder so weit: Am Mittwoch wurden die Paralympics eröffnet. Laut zdfsport.de nehmen aus Deutschland 155 Athleten an diesem sportlichen Großereignis teil, insgesamt sind es 4350 Sportler aus über 170 Ländern und somit nur gut die Hälfte weniger als bei den Olympischen Spielen. In ihrer heutigen Form existieren die Paralympics seit 1960, seither hat sich die Palette von Wettkämpfen für Sportler mit Behinderung stetig erweitert. Mittlerweile widmen die Medien den Paralympics eine ebenso große Aufmerksamkeit wie den Olympischen Spielen.
Ich persönlich bin zwar kein großer Sport-Narr. Aber das Beispiel dieser beiden  Großveranstaltungen zeigt mir, dass sich vermeintliche Gegensätze oder Unterschiede überwinden lassen, wenn Menschen gemeinsame Interessen, ein gemeinsames Ziel haben. In diesem Fall ist es die Freude am sportlichen Wettkampf, der Mannschaftsgeist, das Mitfiebern, die Hoffnung auf den Sieg, die Begeisterung, dabei zu sein. All das verbindet die Teilnehmer aus den einzelnen Ländern und über die Landesgrenzen hinweg. Man gewinnt den Eindruck, dass es für diese elf Tage nicht nur keine Rolle spielt, welcher Herkunft der andere ist; auch die Behinderung wird nicht als „anders“, sondern als zum jeweiligen Menschen dazu gehörend, als Teil seiner Persönlichkeit verstanden.
Wie schön wäre es, wenn dieser paralympische Geist in unseren Alltag übergehen und weiterwirken könnte. Dann würden wir vielleicht erreichen, was der Apostel Paulus meint, wenn er im Brief an die Galater schreibt: „Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid «einer» in Christus Jesus.“ (Gal 3,28). Paulus hofft für seine Gemeinde, dass alte Grenzen durch die Begeisterung für Jesus fallen.
Ich wünsche uns allen, dass uns das Beispiel der Olympischen und Paralympischen Spiele dazu anregt, Grenzen im Denken und Handeln zu überwinden und uns mehr und mehr als eine Menschenfamilie zu erkennen.

Kerstin Gerlach
Pastoralreferentin

Gedanken zur Jahreslosung 2016

Jahreslosung im Verlag am Birnbach - Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen


Rudi Rupp, Dekan

Für mich ist das wichtigste Wort in der Jahreslosung das kleine Wörtchen „wie“. Gott ist keine Mutter, so wie er auch kein Vater ist. Er ist kein Mensch, sondern Gott. Er ist kein Löwe, keine Sonne und kein König. Und doch wird er mit all dem verglichen. Und hier eben mit einer Mutter.

Wie gut das tat, von der Mutter getröstet worden zu sein! Da brauchte es eigentlich nicht vieler Worte, sondern behutsame Gesten der Nähe.

Ich habe letztlich einen Vater beobachtet, der ganz liebevoll und fürsorglich seine kleine Tochter, die hingefallen war, aufgehoben, in den Arm genommen und getröstet hat. Ja, auch wir Väter können gut trösten. Und doch ist der Trost der Mutter vielen noch vertrauter, noch inniger, tut er noch besser.

Und genau so tröstet Gott. Kommt er uns so nahe wie die Arme der Mutter und deren Wangen. Spürt er unsere Not so intensiv wie sie, zeigt er uns seine Liebe so unbedingt, wie es nur eine Mutter, ein Vater können. Wie gut das tut, mit so einem Gott das Neue Jahr zu beginnen und jeden geschenkten Tag darin genau so zu erleben!


Olaf Nowak, Präsidium, Vertrauensperson für Ehrenamtliche

Mir gefällt diese Jahreslosung sehr gut. Wenn ich die Worte höre oder lese habe ich spontan die Musik aus dem „Deutschen Requiem“ von Johannes Brahms im Ohr, wo Sopran-Solo und 4stimmiger Chor diese wunderbare Zusage Gottes in ergreifender Weise musikalisch vermitteln.

Eine ruhige, beruhigende und tröstende, sehr emotionale Musik. Und immer sehe ich dann auch meine Mutter vor mir und erinnere mich an meine Kindheit. Wie gut das tat, wenn ich hingefallen war oder von einer Biene gestochen oder mich Bauchweh quälte, von meiner Mutter in den Arm genommen und getröstet wurde. Oft reichte schlichtweg ihre Anwesenheit und Nähe. Gleiches gilt für mich nun auch als Erwachsener. Im Gebet finde ich Trost und Halt bei meinem Gott. Ich spüre seine Nähe und weiß mich in meiner Situation getröstet und geborgen.


 

Angedacht

Gedanken von Dekan Rudi Rupp

Kein Thema bewegt uns zurzeit so sehr wie die Flüchtlingsfrage. Und die Bilder, die uns dabei vor Augen stehen, brennen sich gleichsam ins Bewusstsein ein. Bilder von Menschen, die sich aus Verzweiflung auf die Gleise legen oder zu Fuß die Autobahn entlang gen Westen ziehen, um irgendwie nach Deutschland zu gelangen. Bilder von Menschen, die in beklemmender Dichte über ihre Flucht berichten, über die schrecklichen Umstände, denen sie entflohen sind, und über die Hoffnungen, die sie mit Deutschland verbinden. Bilder von freundlichen Menschen, die an den großen Bahnhöfen stehen und die erschöpften Ankömmlinge mit Händeklatschen, mit Wasser, mit Spielsachen für die Kinder, mit offenen Herzen und Händen begrüßen. (Unser Landesbischof Dr. Bedford-Strohm und der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Marx, waren auch darunter.) Bilder von den Ankommenden hier in Aschaffenburg, von einer ganz praktisch gelebten und organisierten Willkommenskultur mitten unter uns. Und dabei sind die jüngsten Flüchtlingszüge ja nicht die ersten, die uns erreicht haben. Tausende Asylsuchende und Flüchtlinge waren bereits gekommen und viele Tausende werden noch kommen.

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