Ihre Spende hilft!

Das Diakonie-Sozialkaufhaus sucht dringend Erstlingsbekleidung, Kinderwagen, Winterbekleidung in allen Größen, Schlafsäcke, Isomatten und Rettungsdecken.

Ihre Spenden können Sie in der Zeit von 08:30 bis 14:00 Uhr beim Sozialkaufhaus der Diakonie in der Kolpingstr. 7 in Aschaffenburg (in der Nähe des ROB) abgeben.

Wir freuen uns über Ihre Spende und sagen herzlichen Dank an alle, die das Diakonie-Sozialkaufhaus unterstützen.

Kleine Zeichen und Rituale

Kreuzwort vom 26.11.2016

Ob's dieses Jahr was wird mit der weißen Weihnacht? Statistisch stehen die Zeichen schlecht: das Jahr zu warm und erst recht der Atlantik, der ja unser Wetter maßgeblich bestimmt. Und ob es im Advent noch einmal klappt, dass die weiße Pracht vom Himmel fällt, ist auch eher unwahrscheinlich. Dabei gehe ich am liebsten über den Weihnachtsmarkt, wenn Schnee liegt. Eigentlich ist das für mich sogar ein absolutes "muss". Schließlich bin ich in Nürnberg aufgewachsen und wenn die Eltern mich damals auf den Christkindlesmarkt mitgenommen haben, dann lag da einfach immer Schnee. Ehrlich, ohne Schnee fehlt mir die Motivation für diesen Besuch und einen Glühwein und die künstlichen Watteschneewolken können mir da auch nicht viel helfen.

Ja, die Zeiten ändern sich, nicht nur was das Klima betrifft. Momentan hören wir es ja aus aller Experten Munde und die kleinen Weltereignisse wie Brexit und US-Wahl verkünden es uns. Wir als Evangelisch-Lutherische Kirche steuern mit dem Advent - und das Kirchenjahr beginnt ja mit dem Advent - auch auf das Thema Veränderung zu: Das Reformationsjubiläum jährt sich zum 500. Mal, denn was dieser junge Mönch damals losgetreten hat, war eine echte Zeitenwende. Niemand hätte sich am Vorabend dieser ereignisreichen Zeit auch nur im geringsten ausdenken können, was sie alles bringen würde. So wenig wie Martin Luther, den ja selbst erschreckte, was er da für eine sprichwörtliche Lawine losgetreten hatte. Eine Lawine, die nicht nur die Religion, sondern die ganze Gesellschaft, das ganze Denken auf den Kopf stellen sollte.

Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller veranstaltet im nächsten Jahr in Aschaffenburg eine Podiumsdiskussion zum Thema  "Ende der Privatheit - Brauchen wir eine neue Reformation?". Ich glaube, wir sind schon mittendrin in einer neuen Reformation, wobei es sich eher um eine Revolution handelt. Denn auch wir können uns nicht im geringsten ausmalen, wohin Digitalisierung, neuen Medien und vernetzte Welt uns und unsere Gesellschaft  verändern.

Was halt gibt in einem solchen Wirrwarr der Zeiten, sind kleine Zeichen und Rituale, die Vertrautes und Kontinuität signalisieren. Wie eben die Kindheitserinnerungen.

Wie schön wäre da ein Weihnachtsmarktbesuch im Schnee!

Naja, die Hoffnung bleibt mir als Theologen ja ...               

meint Ihr Peter Kolb, Pfarrer im Ökumenischen Kirchenladen in Aschaffenburg

Kirchgeld 2016

Aufgrund eines Fehlers im Computerprogramm ist es im System leider zu einem unangenehmen Fehler bei den Kirchgeldanschreiben gekommen. Der Fehler, welcher bayernweit aufgetreten ist,  betrifft Personen, die in eine andere Kirchengemeinde umgepfarrt wurden.

Das System hat die abweichende Kirchengemeindenummer nicht akzeptiert, so dass die umgepfarrten Personen einen Kirchgeldbescheid ihres tatsächlichen Wohnortes und der dafür zuständigen Kirchengemeinde erhalten haben. Das ist leider sehr ärgerlich und tut uns leid.

Wenn Sie zu diesem Personenkreis gehören, melden Sie sich bitte bei der Kirchengemeinde zu der sie umgepfarrt wurden. Ihre Wunschgemeinde wird Ihnen gerne weiterhelfen und die korrekten Kirchgeldkontonummern aushändigen.

Gedanken zur Jahreslosung 2016

Jahreslosung im Verlag am Birnbach - Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen


Rudi Rupp, Dekan

Für mich ist das wichtigste Wort in der Jahreslosung das kleine Wörtchen „wie“. Gott ist keine Mutter, so wie er auch kein Vater ist. Er ist kein Mensch, sondern Gott. Er ist kein Löwe, keine Sonne und kein König. Und doch wird er mit all dem verglichen. Und hier eben mit einer Mutter.

Wie gut das tat, von der Mutter getröstet worden zu sein! Da brauchte es eigentlich nicht vieler Worte, sondern behutsame Gesten der Nähe.

Ich habe letztlich einen Vater beobachtet, der ganz liebevoll und fürsorglich seine kleine Tochter, die hingefallen war, aufgehoben, in den Arm genommen und getröstet hat. Ja, auch wir Väter können gut trösten. Und doch ist der Trost der Mutter vielen noch vertrauter, noch inniger, tut er noch besser.

Und genau so tröstet Gott. Kommt er uns so nahe wie die Arme der Mutter und deren Wangen. Spürt er unsere Not so intensiv wie sie, zeigt er uns seine Liebe so unbedingt, wie es nur eine Mutter, ein Vater können. Wie gut das tut, mit so einem Gott das Neue Jahr zu beginnen und jeden geschenkten Tag darin genau so zu erleben!


Olaf Nowak, Präsidium, Vertrauensperson für Ehrenamtliche

Mir gefällt diese Jahreslosung sehr gut. Wenn ich die Worte höre oder lese habe ich spontan die Musik aus dem „Deutschen Requiem“ von Johannes Brahms im Ohr, wo Sopran-Solo und 4stimmiger Chor diese wunderbare Zusage Gottes in ergreifender Weise musikalisch vermitteln.

Eine ruhige, beruhigende und tröstende, sehr emotionale Musik. Und immer sehe ich dann auch meine Mutter vor mir und erinnere mich an meine Kindheit. Wie gut das tat, wenn ich hingefallen war oder von einer Biene gestochen oder mich Bauchweh quälte, von meiner Mutter in den Arm genommen und getröstet wurde. Oft reichte schlichtweg ihre Anwesenheit und Nähe. Gleiches gilt für mich nun auch als Erwachsener. Im Gebet finde ich Trost und Halt bei meinem Gott. Ich spüre seine Nähe und weiß mich in meiner Situation getröstet und geborgen.


 

Angedacht

Gedanken von Dekan Rudi Rupp

Kein Thema bewegt uns zurzeit so sehr wie die Flüchtlingsfrage. Und die Bilder, die uns dabei vor Augen stehen, brennen sich gleichsam ins Bewusstsein ein. Bilder von Menschen, die sich aus Verzweiflung auf die Gleise legen oder zu Fuß die Autobahn entlang gen Westen ziehen, um irgendwie nach Deutschland zu gelangen. Bilder von Menschen, die in beklemmender Dichte über ihre Flucht berichten, über die schrecklichen Umstände, denen sie entflohen sind, und über die Hoffnungen, die sie mit Deutschland verbinden. Bilder von freundlichen Menschen, die an den großen Bahnhöfen stehen und die erschöpften Ankömmlinge mit Händeklatschen, mit Wasser, mit Spielsachen für die Kinder, mit offenen Herzen und Händen begrüßen. (Unser Landesbischof Dr. Bedford-Strohm und der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Marx, waren auch darunter.) Bilder von den Ankommenden hier in Aschaffenburg, von einer ganz praktisch gelebten und organisierten Willkommenskultur mitten unter uns. Und dabei sind die jüngsten Flüchtlingszüge ja nicht die ersten, die uns erreicht haben. Tausende Asylsuchende und Flüchtlinge waren bereits gekommen und viele Tausende werden noch kommen.

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